Tiere in Australien
Geschuetzte Tierarten in Australien
Vor etwa 45 Millionen Jahren loeste sich ein kleiner Erteil von einer grossen Platte, genannt Gondwana. Dieser Erdteil trieb schliesslich weiter Richtung Suedpol und infolge dieser Radiation entwickelte sich auf ihm einen einzigartige Tier- und Pflanzenwelt.
Heute kennt man diesen kleinen Erdteil unter dem Namen Australien und er allein bietet Lebensraum fuer sieben spezifische Saeugetier- und vier spezifische Vogelfamilien sowie auch fuer den Grossteil der auf der Welt lebenden Reptilienarten und fuer 94 % der Froscharten.
Dann kam der Mensch und mit ihm eine Vernichtung von Lebensraum durch Rodung, eine Stoerung des doch zuvor ausgeglichenen Oekosystems durch eingeschleppte Tiere wie Kaninchen, Fuechse, Katzen oder Schafe und eine Verringerung tierischer Bestaende durch Jagd bedingt durch Gewinnstreben. Als Folge kam es bereits bis heute zu einem Aussterben von mind. 20 Saeugetier- und 10 Vogelarten. Und auch immernoch sind 38 Saeugetier- und 15 Vogelarten vom selben Schicksal bedroht.
Der wohl bekannteste Vertreter auf der roten Liste ist der Koalabaer (Phascolarctos cinereus). Sein enger Toleranzbereich beruhend auf der Anhaengigkeit von bestimmten Eukalyptusbaumarten, von einer hohen Niederschlagsrate sowie auch von einer spezifischen Bodenbeschaffenheit, macht ihn besonders anfaellig gegenueber Veraenderungen seiner Umwelt. Und so lassen sich von dem 61-85 cm grossen, silbergrau-braeunlichen und nachtaktiven Beuteltier (Marsupialia) heute nur noch etwa 45000-80000 Exemplare zaehlen.
Gleichfalls findet sich auch der Kakadu (Cacatuidae) mit 21 verschiedenen Arten auf der roten Liste. Elf Arten kommen allein in Australien vor, die weiteren finden ihre Heimat gleichfalls auf den Philippinen und in Indonesien. Der verspielte Kakadu beeindruckt seine Zuschauer vor allem mit seinem bunten Federkleid sowie mit seiner beweglichen Federhaube auf dem Kopf, welche sich bei Erregung aufstellt. In Anbetracht zahlreicher Waldrodungen, welche ihm seines Lebensraumes berauben, sollte diese Haube heute wohl unfreiwillig haufiger zu sehen sein.
Und schliesslich lassen sich als letztes Beispiel auch zahlreiche bedrohte Schlangenarten benennen wie die gestreifte Tiger- (Notechis Scutatus) oder die hoch giftige Braunschlange (Pseudonaja textilis). Selbst mit ihrem Gift sind sie machtlos gegenueber anthropologisch bedingten Umweltveraenderungen.
Die genannten Beispiele sind sicher nur eine Auswahl der bedrohten Fauna Australiens, aber sie zeigen, dass die Biodiversitaet und damit auch das natuerliche Gleichgewicht bedroht sind.
Das einrichten von National Parks wie des Kakadu National Parks in Jabiru NT ist sicherlich eine einzelne Massnahme um die Vielfalt zu erhalten und auch Organisationen wie CITES (Uebereinkommen ueber den internationalen Handel mit gefaehrdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen)helfen, weitere Stoerungen des natuerlichen Oekosystems zu vermeiden Jedoch bedarf es weiterer Schutzmassnahmen!
Zum einen durch eine einheitlichen Gesetzgebung zum Schutz der Arten, wie sie in Bezug auf den Koalabaer beispielsweise bis heute nicht besteht. (Stattdessen wird die Verantwortung auf die einzelnen Bundesstaaten abgegeben). Und zum andern bedarf es auch eines Umdenkens aller Menschen. Es bedarf der Ueberzeugung eines jeden Einzelnen, dass die Grenze des anderen nicht ueberschritten werden sollte und Eingriffe in die Natur auf eine Minimum reduziert werden sollten. Denn schliesslich sind wir selbst ein Bestandteil dieses Oekosystems und jede Veraenderung desselbigen wirkt sich auf uns zurueck. Und wurden Sie sich wirklich ihrer eigenen Lebensgrundlage berauben???

Australien
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